Bergbaumuseum

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Routenplaner

Motivbeschreibung

Die Geschichte des Bergbaues in Fohnsdorf reicht in das Jahr 1670 zurück. Ursprünglich im Fürst Schwarzenbergschen Besitz zur Gewinnung von Alaun erlebte der Bergbau wechselhafte Zeiten. Mit der Übernahme durch die Österreichische Alpine-Montangesellschaft 1881 begann die industrielle Entwicklung und der Aufschwung. Die bergmännischen Gegebenheiten machten diesen Bergbau zu einem schwierigen aber technisch interessanten Betrieb. Die durch die Erschwernisse stetig steigenden Betriebskosten führten schließlich 1978 zur Stillegung des Untertagbaues. Im Anschluß wurde der überwiegende Teil der Gebäude übertag geschliffen und die Stollen geschlossen. Die aus dem Jahr 1923 bzw. 1925 stammende Zwillings-Tandem-Fördermaschine sowie das in seinen Ursprüngen aus dem Jahr 1885 stammende 47 m hohe Fördergerüst sollten als technikgeschichtliche Denkmäler der Nachwelt erhalten bleiben.

1979 konstituierte sich der Arbeitskreis Montandenkmal Fohnsdorf, der im gleichen Jahr das Fördermaschinenhaus und den Förderturm übernahm, und mit den Errichtungsarbeiten für ein Montanmuseum begann. Im April 1983 wurde das erste Österreichische Kohlenbergbaumuseum seiner Bestimmung übergeben.

In vier weitläufigen Ausstellungsbereichen erhält man einen Eindruck von der Arbeit im Kohlenbergbau allgemein und in den Fohnsdorfer Schächten im speziellen. Der erste Raum erläutert anhand von Karten, Plänen und Modellen die spezielle Situation von Fohnsdorf und zeigt den Gesamtkomplex, wie er sich zum Zeitpunkt der Schließung präsentierte. Im zweiten Raum finden sich Originalgeräte aus dem Untertagbau. Prüf- und Schutzgeräte, wie «Gasmaus», Konimeter (zur Messung von Staubkonzentration) und Gasmasken lassen die alltäglichen Gefahren des Bergmannes erahnen. Bewetterungsgeräte und Geleuchte sorgten für grundlegende Arbeitsbedingungen im Stollen. Das Obergeschoß beherbergt die große Fördermaschine. Daneben wird der Besucher in den Kohlenbergbau eingeführt. Historische Entwicklungen des Fohnsdorfer Bergwesens, aber auch der verschiedenen technischen Schritte und Bereiche des Bergbaues, wie Markscheidewesen, Bahnbau, Alaungewinnung, Bergrecht, Traditionsvereine und Standesvertretungen werden gezeigt. Brauchtum, Kunst und Volksglaube gehörten ebenso eng zum bergmännischen Leben. Originale Großgeräte dominieren den Ausstellungsraum im Parterre: Hunt und Preßluftlok, Bohrhammer und Panzerförderer können ganz von der Nähe betrachtet werden.

Der Schaustollen erstreckt sich über 135 m Gesamtlänge und wurde in der bestehenden Form speziell für den Schaubetrieb ausgebaut. Teils in Holzbau, teils in Stahlbau können hier die Stollengänge vor Ort erlebt werden. Auch eine Kapelle, die der Schutzheiligen aller Bergleute Barbara geweiht ist, fehlt nicht. Einen besonderen Eindruck hinterläßt das weithin sichtbare, 47 m hohe, eiserne Fördergerüst, über welches die Kohle zu Tage gebracht wurde.

Details:

Museen

Themen:

Freizeit

Weitere Informationen

Verfügbarkeit:
Ganzjährig


Erschließung:
Wasser, Strom, WC


Parkplätze und weitere Stellflächen:
vorhanden

Kontakt

Motivadresse:
Museumsschacht 1
8753 Fohnsdorf

Kontaktperson:
Ing. J. Kleinowitz
Museumsschacht 1
8753 Fohnsdorf

Tel.: +43 (0) 3573 /4647
Fax: +43 (0) 3573 /4647

Homepage:
www.bergbaumuseum-fohnsdorf.at

E-Mail: