Stift Vorau

Drucken

Routenplaner

Motivbeschreibung

Der Augustiner-Chorherrenstift Vorau wurde 1163 gegründet und ist ein Gebäude im barocken Baustil.


Die Bibliothek: 
Der Bibliotheksaal des Stiftes Vorau zählt zu den schönsten in Österreich. Die Bibliothek besitzt 415 Handschriften, die bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen, 206 Inkunabeln und etwa 40 000 Bände (Drucke ab 1500).


Aus der großen Zahl der künstlerisch ausgestatten und illuminierten Kodizes (83 Stück) seien nur einige erwähnt. An erster Stelle ist hier das Vorauer Evangeliar, aus dem letzten Viertel des 12. Jahrhunderts mit seinen prächtigen, ganzseitigen Evangelistendarstellungen, oder das vierbändige Riesenantiphonar (jeder Band wiegt 22 kg) mit 113 großen, gemalten und zahllosen Schwarzweißinitialen, eine böhmische Arbeit aus der Zeit um 1360.


Die im Jahre 1467 geschriebene Volksbibel ist mit ihren über 550 Miniaturen die mit Abstand am reichhaltigsten illustrierte Handschrift. Nicht zu vergessen, die weltberühmte Kaiserchronik - eine poetische Kaisergeschichte von Julius Caesar bis zum zweiten Kreuzzug.


Der Inhalt der Vorauer Stiftsbibliothek spannt sich beinahe über ein ganzes Jahrtausend Buchgeschichte spannt, als eine Fundgrube kulturgeschichtlichen Anschauungsmaterials, das jedem Forscher und wissenschaftlich Tätigen zugänglich ist.


Sakristei:
Die Sakristei gilt als die künstlerische Perle des Stiftes, die ihre in den Jahren 1715 - 1716 erhaltene malerische Dekoration dem genialen Stiftsmaler Johann Cyriak Hackhofer verdankt.


Auf den Wänden erscheinen in einfachen, illusionistischen Rahmungen Szenen aus dem Leiden Christi und "Höllensturz" von J. C. Hackhofer (1716). Es zeigt, umgeben von Flammen, teuflischen Gestalten und anderen höllischen Ungeheuern, den Sturz personifizierter menschlicher Laster wie Geiz usw.


In der Mitte des östlichen, stark belichteten Deckenteils thront Christus auf dem Regenbogen. Um ihn scharren sich die Heiligen des Alten und des Neuen Bundes sowie anbetende Engel.


Die Barocke Kirche
Die Kirche wurde nach den Plänen von Domenico Sciassia 1660-1662 erbaute. 1699 wurde sie um das Presbyterium verlängert und von 1700 bis 1758 ausgestattet.
Die Kanzel entstand nach einem Entwurf von Matthias Steinl und wurde im Jahr 1706 vollendet. Sie zeigt am Schalldach Gottvater vor einer riesigen Strahlenglorie auf der von Engeln umschwebten Weltkugel thronend.
An der Rückwand ist ein ovales Christusbild von Hackhofer angebracht. Der Hochaltar zeigt die Himmelfahrt Mariens, ebefalls entworfen von Matthias Steinl und ausgeführt von 1701 bis 1704 von den Bildhauern J. F. Caspar und G. Niedermayr.

Kategorien:

Gebäude

Details:

Stifte/Klöster, Bibliotheken, Gebäude innen, Gebäude außen

Themen:

Religion

Weitere Informationen

Verfügbarkeit:
Ganzjährig


Erschließung:
Strom, Wasser, WC


Parkplätze und weitere Stellflächen:
Vorhanden

Kontakt

Motivadresse:
Stift 1
8250 Vorau

Kontaktperson:
Alois Storer
Portier des Stiftes
Stift 1
8250 Vorau

Tel.: +43 (0) 3337/ 2351-0

oder

Stadtgemeinde Hartberg
Hauptplatz 10
8230 Hartberg

Tel.: +43 (0) 3332/ 603

Homepage:
www.stift-vorau.at

E-Mail: